URC 2017 – mein erstes 24-Stunden Rennen! Ein kleiner Rückblick…

Das erste Wort, das mir rückblickend in den Sinn kommt ist „Überwindung“. Dieses Wort hat für mich seit Kaindorf definitiv eine neue Bedeutung. 😉
Und die wichtigste Erkenntnis nach dem Rennen: Was man alles schaffen kann, wenn man nur von den richtigen Leuten umgeben ist- teamwork makes the dreamwork!

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Das DREAM-TEAM (v.l.) Christian Eberl, Markus Skreiner, Markus Flicker, Barbara Kurtz, Matthias Kurtz und Bernhard Schmuck.

Ohne dieses hervorragende TEAM hinter mir, hätte ich dieses Rennen vermutlich nicht gefinisht. Jeder Einzelne hat unermüdlich dazu beigetragen, mich durch diese 24 h zu bringen und jede einzelne Minute davon habe ich mich gut aufgehoben und getragen gefühlt!
Es war für alle das erste Mal bei so einem Rennen und es hat so gut funktioniert, als ob sie das schon ewig oft gemacht hätten. Trotz all der Schmerzen haben sie mich immer wieder zum Lachen gebracht und alles erdenkliche getan, um mir die Strapazen zu erleichtern.

 

Ein kurzer Rückblick auf die 24 Stunden:

„Learning by einfahring!“ Das fasst die 24 h wohl am besten zusammen…

Zwei eklatante Fehler in der Ernährung vor dem Rennen habe ich in den ersten 6 Stunden im Rennen abgebüßt! Blähungen und schlimme Bauchschmerzen haben mich gefühlt ewig begleitet und ich hatte 6 Stunden lang das Gefühl, das all meine Energie nur in den Bauchraum geht und nichts in den Beinen ankommt. Die Watt-Zahlen haben in der Analyse mein Gefühl auch bestätigt – ich bin eigentlich nur mit Standgas gefahren…

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Paparazzi machen auch vor Bauchschmerzen nicht halt! :-p

Was die Sache für mich noch schlimmer gemacht hat, waren Orientierungsprobleme in der Nacht und das Gefühl auf der Strecke ganz allein zu sein. Das hat mir zusätzlich zu den Bauchschmerzen einen zusätzlichen mentalen Klaps verpasst. Dieses Problem sollte aber bei der Challenge nicht auftreten, da das Begleitfahrzeug ja dort immer hinter mir fährt und ich mich über Funk mit dem Team unterhalten kann!

Nachdem wir die Bauchschmerzen dann endlich in den Griff bekommen haben, ich mich in den frühen Morgenstunden nach einem 20 minütigem Powernap und einem leckeren Kaffee (mit Liebe serviert) wieder gut gefühlt hab, war das Gefühl von „ich mag nicht mehr“ wie weggewischt. Matthias ist aufopfernd in der Nacht ein paar Mal den Anstieg beim Weixelberg mitgelaufen und diese Unterstützung war unbeschreiblich viel wert. Ebenso bei den letzten zwei Anstiegen am Ende des Rennens hab ich zwar getreten, aber Matthias hat mich buchstäblich „nach oben getragen“.
Was mich immer wieder verwundert hat, was diesem Kerl immer so alles einfällt! *hahaha* Er hat sich nach diesem Rennen den Zusatz „weltbester Motivator“ redlich verdient!
Kleines Upgrade für mein Bike wäre eine montierte Zupfbox für Minions-Taschentücher! :-p Bin leider eine kleine Heulsuse, wenn ich ein bisserl fertig bin…

Als ich zwischendurch komplett neben mir gestanden bin und ich eigentlich vor lauter Schmerzen im Knie nicht mehr wusste, wie ich die letzten Stunden noch durchstehen sollte, war es der beste TEAM Chef Maxl, der mir mit einer Standpauke und vor allem guten Zuspruch den Fokus wieder richtig eingestellt hat.

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Markus und Barbara hingegen hatten 2/3 des Rennes alle Hände voll zu tun, meine Knieschmerzen im rechten Knie erträglich zu machen. Ja genau, nicht das linke Knie mit dem gerissenen Kreuzband hat geschmerzt, sondern das andere! Und das nicht zu knapp…
Aufgrund dieser extremen Schmerzen konnte ich einen Großteil des Rennens auch nur mehr in kleinen Etappen fahren – 2 bis 3 Runden, kurze Pause, wieder 2 bis 3 Runden… Es sind viele Tränen geflossen, aber ich weiß genau, dass ich es mir nicht vergeben hätte, einfach aufzugeben und somit auch mein Team im Stich zu lassen, die aufopfernd ihre Freizeit damit verbringen, damit ich mir meine Träume erfüllen kann.

Markus foto-MAXL Flicker - http://www.foto-MAXL.at

Und schließlich und endlich haben wir es geschafft! 🙂
Heute, zwei Tage nach dem Rennen, ist wie üblich ohnehin alles nicht so schlimm gewesen und ich freu mich auf unsere nächste Herausforderung am 9. August bei der Race Around Austria Challenge! Was bleibt ist ein noch größerer Respekt vor der nächsten Aufgabe. Aber andererseits gibt’s nichts, was ich nicht gemeinsam mit meinem tollen TEAM schaffen könnte! 🙂

Fotos dazu gibt’s noch auf Facebook.

 

 

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