Rückblick Ultra Rad Challenge Kaindorf 2018

Ich hatte noch eine Rechnung offen mit der Ultra Rad Challenge 24 h solo in Kaindorf, nachdem mich 2017 dort schlimme Schmerzen und Verdauungsprobleme mit Verstopfung niedergerissen haben.
Die Rechnung ist leider auch heuer mit nur 322 km und rund 3.300 hm nicht ganz aufgegangen. Und doch gibt es sehr viel Positives zu berichten!
😊

Was bleibt? Ein kurzer schaler Nachgeschmack und Niedergeschlagenheit, die sich breit macht, wenn man ein sich gesetztes Ziel nicht erreicht. Aber mit ein bisschen Abstand betrachtet, bin ich alles in allem sehr dankbar für das tolle Rennwochenende mit einem hammermäßigen Team an meiner Seite, das besser nicht zusammenarbeiten könnte und gemeinsam Spaß an der Sache hat!
Das Lehrgeld-Konto wurde wieder prächtig aufgefüllt und wir sind um viele Erfahrungen reicher für die nächste Challenge…

gruppenfoto-vorher.jpg

foto-MAXL – Markus Flicker, Matthias & Barbara Kurtz (Physiotherapie Kurtz), Markus Skreiner (Service für den Körper) und mein Sohn Jonas (v.l.)

Manchmal ist es auch erstaunlich, woher Hilfe kommt – nämlich daher, wo man sie gar nicht erwartet hätte! 😉

Aber schön eines nach dem anderen…

Freitag Nachmittag 14 Uhr in Kaindorf – Stellplatz wieder direkt an der Strecke!
Dank Radsport Schmuck haben wir wieder zwei tolle Zelte mit Seitenteilen zur Verfügung und unser Stellplatz hat sich nach dem Aufbau durchaus die Bewertung 4**** verdient! 😉
Toppen könnten wir das nur mehr mit einem eigenen Butler… *hahahaha* Bewerbungen bitte beim nächsten Kaindorf Event an meinen Teamchef!

zeltplatz

Was mich das ganze Event über sehr bewegt hat, war, wie viele Leute uns durch Nachrichten und auf Facebook alles Gute gewünscht haben und sich immer wieder erkundigt haben, wie’s uns geht. Und Hut ab vor denjenigen, die sich die Mühe gemacht haben auch von weiter her nach Kaindorf zu kommen, um uns am Zeltplatz oder auf der Strecke zu besuchen! Ich kann jetzt gar nicht alle aufzählen, aber nochmal einen DICKEN DANKE-DRÜCKER an alle, die da waren! 😀


Rennverlauf

Voll motiviert nach dem guten Rennen vor einer Woche in Bad Goisern stand ich um 18 Uhr am Start und konnte gar nicht erwarten, dass es endlich los ging! 500 km war das Ziel und es sollte eine tolle Generalprobe für die RAA Challenge in ein paar Wochen werden, mit ein paar Tests am Rande.

startfoto

Die ersten 10 Stunden liefen auch toll! Ich konnte gute Rundenzeiten fahren und hatte keinerlei Schmerzen im Vergleich zum letzten Jahr. Mitten in der Nacht hab ich bei einem verunfallten Radfahrer erste Hilfe geleistet und hab da Zeit verloren, weil wir leider sehr lange auf den Notarzt warten mussten. Aber das zählt für mich gar nicht, denn Menschenleben gehen für mich immer vor…

Warum ich das hier extra erwähne, ist nicht, weil ich jetzt hier als Held dastehen möchte, sondern weil es mich sehr erschüttert hat, dass der Verunfallte so verblüfft war, als ich ihm aufgrund seiner Nachfrage gesagt hab, dass mir meine Rennzeit jetzt gerade wurscht ist, solange er Hilfe braucht und der Notarzt nicht da ist. Ehrlich gesagt, sollte so etwas selbstverständlich sein und keinen Menschen in Staunen versetzen!!! ☹ Ich hab auch nicht verstanden, warum die ankommenden Radfahrer kaum darauf reagiert haben, als wir ihnen zugerufen haben (wir waren 3 Radfahrer am Unfallort!), dass sie langsamer fahren sollen, weil hier jemand liegt. Schon irgendwie traurig… Ging ja schließlich auch um die Sicherheit der Fahrer und nicht nur um die unsere und des Verunfallten.

Aber zurück zum Rennen…

Wie gesagt, die ersten 10 Stunden liefen wie am Schnürchen! Und dann hat sich plötzlich alles gedreht… Langsam schlich sich Übelkeit ein, die Rundenzeiten wurden um 10 Minuten schlechter. Wir haben versucht, dass mit einer Ernährungsumstellung auszugleichen, aber es hat sich schlussendlich so gesteigert, dass ich um etwa 4 Uhr morgens mit schlimmem Brechreiz, Schwindel, Schüttelfrost und Übelkeit im Auto niederzulegen war. Ich hatte da erst 200 km am Tacho und dachte in diesem Moment, das war’s auch schon für heute…

ABER: Nach einer Schlafpause, erneuter Ernährungsumstellung und perfekter mentaler Betreuung durch mein TEAM, ging’s nach ein paar Stunden wieder bergauf und ich bin sogar wieder ein paar annehmbare Rundenzeiten gefahren. Danke an dieser Stelle an Klaus und Martin – Retter in der Not, die eine Zeit lang mit mir gefahren sind und mir wieder einen vollen Motivationsschub verpasst haben!!! Danke auch an alle auf der Strecke, die sich immer wieder bei mir erkundigt haben, wie’s mir geht und mich angefeuert haben – allen voran Sandro am Weixelberg!

Und als ich wieder guter Dinge war und dachte, jetzt geht’s noch bis zum Ende, kam die bekannte „G’nack-Watschn“ am Weixelberg in Form von Hitze… Da mein Kreislauf ohnehin vom Fiasko der letzten Nacht angeschlagen war und ich generell Hitze nicht so gut vertrage, hat mir dieser Umstand den letzten Rest gegeben und der Mann mit dem Hammer hat wohl gestern seinen ganzen Clan mitgebracht! Ich musste mich geschlagen geben…  Somit war nach 20 Stunden das Rennen für mich vorbei! ☹

Das Positive am Rennen…

Das Wichtigste zuerst: Die erneute Erkenntnis, dass ich schlicht und ergreifend das beste TEAM an meiner Seite hab, dass ich mir wünschen könnte! Es gibt nicht ausreichend Superlativen, um meine Dankbarkeit und Freude auszudrücken.
Barbara, Maxl, Markus, Matthias und Jonas waren wie immer top motiviert und haben alles menschenmögliche getan, um mir (und gleichzeitig auch meinem Mann Christian, der ebenfalls das Rennen bestritten hat) ein tolles Rennen zu ermöglichen.
Der Zusammenhalt in diesem Team ist einzigartig! Jeder greift an, wo er gebraucht wird – ob’s nun seine zugeteilte Aufgabe ist oder nicht. Man hat zu keiner Tages oder Nachtzeit das Gefühl, dass jemand auch nur im Ansatz schlechte Laune hat – und wenn’s auch noch so ungemütlich oder kalt oder stressig ist. Je nachdem was gerade gebraucht wird, rennt entweder der Schmäh oder werden Aufmunterungsdrücker verteilt! Geht nicht, gibt’s nicht mit diesem Team und dafür bin ich unendlich dankbar! 😊 Es ist jeder Handgriff gesessen und ich hab mich in jeder Minute perfekt betreut gefühlt. Ok, ich hör schon auf! Könnte da jetzt noch ewig weiterschreiben… 😉

Wir haben wieder viel dazugelernt, was uns beim RAA mit Sicherheit weiterhelfen wird. Nach einem kurzen Hänger bin ich jetzt wieder total zuversichtlich und motiviert mich bei der Challenge an den Start zu wagen. Außerdem muss ich mit Toni ja in St. Georgen noch auf ein Bier – versprochen ist versprochen! Eigentlich hat er sich schon 2 Bier verdient – als Dank für die aufbauenden Worte heute! Und die liebe Verena Kresta werden wir auch gleich nach St. Georgen mitnehmen. Sie kann mir so schön die besagten „Wadln-Firerichten“ und mein Team-Chef Maxl liebt sie abgöttisch dafür! 🙂

„Gustav“ hatte an diesem Wochenende leider nicht einmal die Möglichkeit sich zu melden. Oder kommt er jetzt heimlich in Verkleidung von Brechreiz? 😉

23 Tage bis zur Race Around Austria Challenge in St. Georgen im Attergau und wir werden bereit sein, uns der nächsten Herausforderung zu stellen!

Stay tuned!

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